Globale Brennpunkte prägen die diesjährige ECMI Sommerschule

Kompagnietor News - Nyt fra Kompagniporten - European Centre for Minority Issues (ECMI) Flensburg/FlensborgNoch brennt es in Syrien, noch brodelt es in Tunesien und im Kaukasus fliegen die Funken, aber es gibt auch eine Zeit nach den Konflikten. Das scheint die Einstellung der Teilnehmer der diesjährigen Sommerschule zu sein. Auf der Suche nach Inspiration sind sie in Flensburg, wo die ECMI Sommerschule am Montag beginnt.

Bereits das dritte Jahr in Folge führt das European Centre for Minority Issues (ECMI) die Sommerschule mit dem Namen National Minorities and Border Regions Summer School durch. Die Sommerschule beginnt am 19. August und endet am 29. August, wenn die dreißig Teilnehmer ihre Urkunde im Flensburger Rathaus erhalten. Die Sommerschule wird in Kooperation mit der Universität Flensburg durchgeführt.

In diesem Jahr werden laut den Organisatoren insbesondere die globalen Brennpunkte die Sommerschule prägen.

Vielfältige Beweggründe veranlassen NGO’s, Journalisten und junge Wissenschaftler dazu, sich für die Sommerschule zu bewerben. Koordinatorin Tamari Bulia und Projektleiterin Hanna Vasilevich sind überrascht, wie unterschiedlich die Gruppe der Bewerber ist und wie sie in hohem Maße die globalen Brennpunkte widerspiegelt.

”Das ECMI und das Grenzland können scheinbar als Ideengeber für diejenigen Menschen dienen, die sich Gedanken über Syriens Entwicklung nach Assad machen. Das ist eine Überraschung – eine positive Überraschung,” sagt Tamari Bulia, die selber aus Georgien stammt.

”Das Gleiche kann man über Tunesien sagen,” führt sie fort:

”Nach der Revolution sind Organisationen entstanden, die zum Beispiel die Rechte von Schwarzen vorantreiben wollen. Sie benötigen Erfahrungen aus Europa und in diesem Zusammenhang stehen wir hier für Europa.”

ECMI Summer School 2013_MG_6240

Jasmina Trajkoska ist eine der dreißig Teilnehmer, die in den kommenden Tagen ihre Reise in Richtung Flensburg antreten werden. Hier sieht man sie auf Skopjes zentralem Platz, auf dem sich das neu errichtete und umstrittene Denkmal Alexander des Großen im Hintergrund erhebt. Der verhältnismäßig neue Staat, die Republik Mazedonien oder fYRoM, ist gezeichnet von Spannungen zwischen den zwei dominierenden Bevölkerungsgruppen – den Mazedoniern und Albanern – und von Auseinandersetzungen mit den Nachbarstaaten. Jasmina Trajkoska möchte gerne helfen, dies zu verändern. Sie kommt wegen der Inspiration nach Flensburg.

Die Teilnehmer aus dem Kaukasus, Balkan und anderer Herkunft kommen ebenfalls mit der Hoffnung, Wissen und Inspiration zu erlangen. Die Highlights der Sommerschule sind das dänisch-deutsche Grenzland, das unmittelbare Wissen der Teilnehmer über andere Grenzregionen und ein professionelles Programm, das die Zustände einiger europäischer Grenzregionen thematisiert und die fast europaweit geltenden Standards für Minderheitenschutz präsentiert.

Mehr zur ECMI Sommerschule

Unterstützung der Robert Bosch Stiftung

Das European Centre for Minority Issues führt das Sommerschul-Projekt Raising awareness on border regions conflict dynamics mit der Unterstützung der Robert Bosch Stiftung durch. Die Finanzierung ermöglicht die Teilnahme von 14 Personen aus Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Bosnien-Herzegowina, Kroation, fYRoM-Mazedonien, Georgien, Kosovo, Montenegro, Serbien, Weißrussland, Ukraine und Moldawien.

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig hat ebenfalls einen Beitrag zur Durchführung der ECMI Sommerschule 2013 bewilligt.

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